KunstRaum Schaufenster: »Jahreszeiten« · Figürliche Keramik von Gerit Grimm

Die Künstlerin stellt mit großem Einfühlungsvermögen ihre Sicht auf die Jahreszeiten und deren Wechsel dar: Der Frühling besticht mit Blüten, der Sommer mit Früchtekorb, der Herbst zeigt sich mit Ährengarbe, der Winter mit leeren Gefäßen.

Phantasievolle Figurenkombinationen geben Raum für Assoziationen zu den Übergängen zwischen den Jahreszeiten: Der Frühling ringt den Winter nieder, Juni und Juli lassen wiederum den Frühling herabstürzen und der unter dem Baum Ruhende symbolisiert den Übergang vom Sommer zur Stille des Herbstes.

Die grazilen unglasierten Figuren wurden auf der Töpferscheibe gedreht, montiert und gebrannt.

Am 8. August um 18 Uhr wird es unter der Leitung von Marie Helbig ein Arbeitsgespräch mit Gerit Grimm geben!

»Jahreszeiten« von Gerit Grimm

Die Künstlerin:

Gerit Grimm wurde in Halle/S. geboren und wuchs dort auf. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Töpferlehre in der Alt-Bürgeler Blau-Weiß GmbH in Bürgel und arbeitete danach als Geselle für Joachim Jung in Glashagen. An der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle erwarb sie im Jahr 2001 das Diplom für Keramik. Mit einem DAAD-Stipendium studierte sie an der University of Michigan School of Art and Design und schloss ihr Studium mit dem MA (Master Of Arts) im Jahr 2002 ab. Ihren MFA (Master Of Fine Arts) erhielt sie 2004 vom New York State College of Ceramics an der Alfred University.

Unterrichtet hat sie an Universitäten wie der California State University Long Beach, dem Pitzer College, dem Doane College und der Montana State University Bozeman. In Residenzen wie dem McColl Center for Visual Art, dem Bemis Center For Contemporary Arts, dem John Michael Kohler Arts Center sowie der Archie Bray Foundation bekam sie Gelegenheit zu arbeiten. Im Jahr 2009 produzierte der Sender NET Television (Nebraska) den Kurzfilm »Fantasia in Clay«, ein Feature über Gerit Grimm.

Gegenwärtig arbeitet sie als Assistant Professor an der University of Wisconsin in Madison.

Porträt von Gerit Grimm in »Neue Keramik«, Nº 4/2014, S. 8 – 13